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New York City – Vorbereitungen & Planung

Letztes Jahr konnte ich mir einen riesengroßen Reisewunsch erfüllen: Für mich ging es nämlich endlich nach New York City! Da ich für die Uni eine gewisse Zeit im Ausland verbringen muss, aber glücklicherweise relativ frei entscheiden kann, wie ich meinen Auslandsaufenthalt gestalten möchte, entschied ich mich dazu, für einen Monat nach New York zu ziehen. Ich war zuvor noch nie in den USA gewesen und auch erst einmal außerhalb von Europa verreist, so dass diese ganze Reise sehr aufregend für mich war. Insgesamt gehört die Zeit, die ich in New York verbracht habe, mit zu den besten Erfahrungen, die ich bisher in meinem Leben gemacht habe – ich habe dort einfach sehr viel erlebt, mir einen guten Eindruck von der Stadt machen können und den Alltag in New York sehr genossen.

Mein Aufenthalt in New York ist mittlerweile einige Monate her, so dass ich ausreichend Zeit dafür hatte, die vier Wochen, die ich dort verbracht habe, Revue passieren zu lassen. Da ich in den letzten Monaten nicht nur zahlreiche Fragen bezüglich meiner Zeit in NYC erhalten habe, sondern auch viele Dinge gerne für mich selbst festhalten würde, habe ich mir überlegt, eine Art Blogreihe zu dem Thema New York City zu machen. Heute geht es los mit dem ersten Teil: Vorbereitungen und Planung.

Reisezeit & Reisedauer

Ich war von Ende September bis Ende Oktober in NYC und fand diesen Zeitraum ideal: Zum einen ist die Stadt nicht ganz so überfüllt mit Touristen, was vor allem beim Sightseeing den Vorteil hatte, dass die Warteschlangen eher kurz waren; zum anderen konnte ich in den Wechsel vom Sommer zum Herbst miterleben und somit nicht nur hochsommerliche Temperaturen bei 30 Grad genießen, sondern auch das regnerische New York kennenlernen (was ebenfalls schön ist!). Im Allgemeinen stelle ich mir New York zu jeder Jahreszeit wunderschön vor; diverse Reiseführer und Blogs weisen aber darauf hin, dass es im Winter extrem kalt, während der Sommermonate hingegen unerträglich heiß werden kann. Ich persönlich würde glaube ich dazu tendieren, zwischen April und Juni oder zwischen August und Oktober nach New York zu fliegen. Zudem ist es sicherlich ein einmaliges Erlebnis, New York während der (Vor-) Weihnachtszeit erleben zu können, allerdings sollte man beachten, dass die Preise während der Feiertage bzw. zu besonders beliebten Reisezeiten extrem ansteigen.

Was die Reisedauer betrifft, kommt es sicherlich ganz darauf an, was für ein Reisetyp man ist. Einmal nach New York zu reisen, war schon lange ein großer Traum von mir gewesen und da ich sowieso für einen längeren Zeitraum ins englischsprachige Ausland musste, nutzte ich die Chance und entschied mich dazu, direkt für einen ganzen Monat nach New York zu fliegen. Dadurch konnte ich die Stadt mit ganz viel Ruhe und Zeit genießen und war im Nachhinein auch sehr froh darüber: In New York ist sowieso schon alles so viel größer, lauter und verrückter als bei uns in Deutschland und ich glaube es hätte mich einfach nur überfordert, wenn ich innerhalb weniger Tage von morgens bis abends/nachts das volle Touriprogramm durchgezogen hätte. Stattdessen konnte ich die einzelnen Momente erstmal auf sich wirken lassen und musste nicht innerhalb weniger Tage alle Sehenswürdigkeiten „abarbeiten“. Zudem war es mir durch meinen etwas längeren Aufenthalt möglich, New York nicht nur als Tourist erleben zu können, sondern dort gewissermaßen zu wohnen und einen mehr oder weniger normalen Alltag zu führen.

Mein Aufenthalt in New York war also auf jeden Fall eine besondere Situation und ich weiß, dass es nicht jedem möglich ist, mal eben „einfach so“ für einen Monat nach New York zu ziehen. Wer einen Städtetrip nach New York plant und sowohl die Zeit, als auch das Budget dafür hat, dem würde ich aber dennoch auf jeden Fall empfehlen, für mindestens 10-14 Tage nach NYC zu fliegen. Ich persönlich hatte glücklicherweise gar keine Probleme mit dem Jetlag, aber es gibt Leute, die erstmal 1-3 Tage brauchen, um sich von dem Flug zu erholen und sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Ich fand zudem vieles wirklich sehr überwältigend, so dass ich mir nie mehrere der größeren Sehenswürdigkeiten innerhalb von einem Tag angesehen, sondern alles auf die kompletten vier Wochen verteilt habe. Es gibt aber auch Menschen, die das alles nicht so überwältigend finden und super damit klar kommen, den ganzen Tag unterwegs zu sein und so viele neue Eindrücke zu sammeln. Wer für 10-14 Tage nach New York fliegt, wird auf jeden Fall ausreichend Zeit dafür haben, sich alles in Ruhe anzusehen, muss sich beim Sightseeing nicht abhetzen und kann seinen Aufenthalt in dieser riesigen Stadt ein wenig freier gestalten. Im Allgemeinen ist es aber auch durchaus machbar, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten innerhalb von 5-7 Tagen zu sehen, allerdings würde ich sagen, dass man dann bei manchen Sachen durchaus Abstriche machen muss.

Flüge & Unterkunft

Meine Flüge hatte ich etwa 6-7 Wochen vor der Abreise gebucht und dafür insgesamt 420€ bezahlt. In sämtlichen Reiseführern hatte ich zuvor gelesen, dass die Durchschnittspreise für die Flüge nach New York bei etwa 600€ liegen würden, allerdings waren alle Flugverbindungen, die ich für Ende September finden konnte, deutlich günstiger. Ich hatte mir einen Direktflug mit der Lufthansa von Düsseldorf nach New Jersey gebucht und war damit sehr zufrieden.

Die Unterkunft buchte ich über AirBnb, weil das für mich als die einfachste Möglichkeit erschien, ein Zimmer für einen ganzen Monat zu finden. Zugegebenermaßen hatte ich mich zuvor aber auch nicht so gut informiert, welche anderen Möglichkeiten es gibt, ein Zimmer für 4 Wochen zu mieten. Die Preise auf AirBnb variieren sehr, aber oftmals ist es so, dass wenn man ein Zimmer direkt für einen ganzen Monat mietet, man einen hohen Rabatt auf den regulären Zimmerpreis erhält. Ich zahlte für mein Zimmer via AirBnb 1011€ für 29 Nächte – das war so ziemlich das günstigste, das ich finden konnte. Ich teilte mir die Wohnung mit zwei anderen Gästen, so dass ich sozusagen in einer WG wohnte. Die Wohnung lag in Brooklyn und je nach Verbindung konnte es durchaus vorkommen, dass ich 40 Minuten bis nach Central Manhattan brauchte. Für mich war das kein Problem, da ich ja lange genug in New York sein würde. Zudem sind die Entfernungen in NYC so groß, dass man eigentlich egal, wo man wohnt, auf die Subway angewiesen ist und jeden Tag größere Strecken damit zurücklegt.

ESTA & Reisepass

Wenn man in die USA einreisen möchte, benötigt man vorab eine Einreisegenehmigung (ESTA). Ich habe zwar auch Leute kennengelernt, die mir erzählten, dass sie ohne ESTA einreisen konnten, aber darauf würde ich mich auf gar keinen Fall verlassen! Die Anmeldung für ESTA erfolgt online, kostet $14, und sollte spätestens 72 Stunden vor der Einreise in die USA beantragt werden (ratsamer wäre es aber sicherlich, sich so früh wie möglich darum zu kümmern). Für das Ausfüllen des ESTA-Formulars (dauert ca. 10 Minuten) benötigt man einen gültigen Reisepass, eine gültige Kreditkarte für die Bezahlung sowie die Adresse der Unterkunft in den USA. Wichtig: Die ESTA-Anmeldung sollte nur über die offizielle Website erfolgen, um unnötige Zusatzgebühren zu vermeiden. Sobald der Antrag genehmigt wurde, ist er zwei Jahre lang gültig. Ich hatte mir meine Registrierungsbestätigung ausgedruckt, um sie am Flughafen vorzeigen zu können, aber ich denke es würde auch ausreichen, sie als PDF auf dem Handy zu haben.

Wie bereits erwähnt, braucht man zudem einen gültigen Reisepass, um in die USA einreisen zu können. Ich hatte meinen Reisepass etwa einen Monat vor dem Abflug für 59€ verlängern lassen und konnte ihn kurze Zeit später abholen kommen. Abgesehen von dem Reisepass würde ich den normalen Personalausweis aber auch einpacken, da er für unterwegs sehr viel praktischer ist. So wird man zum Beispiel in Bars oder Clubs wirklich immer nach dem Ausweis gefragt und der Perso passt ja doch viel besser ins Portemonnaie als der Reisepass.

Kreditkarte & Dollar

Die Kreditkarte ist auf jeden Fall das beliebteste Bezahlungsmittel in New York: Dort wird einfach alles mit der Kreditkarte bezahlt, egal, ob es sich dabei um einen Coffee to go für $1,50, die Taxifahrt oder das Essen im Restaurant handelt. Ich hatte zwar meine Kreditkarte dabei, habe aber zugegebenermaßen kein einziges mal damit bezahlt. Stattdessen hatte ich immer Bargeld dabei, wodurch ich für mich selbst auch einen viel besseren Überblick über meine Ausgaben hatte. Leider kann ich mit meiner EC-Karte in den USA nicht umsonst Geld abheben, aber manche deutsche Banken haben eine amerikanische Partnerbank, bei welcher kostenloses Geldabheben möglich ist – am besten vorher einfach infomieren. ATMs gibt es in New York übrigens nicht nur in den Banken, sondern lustigerweise auch in normalen Geschäften, in fast jedem Restaurant, in den Waschsalons und in jedem noch so kleinen Supermarkt – rein theoretisch kann man also fast überall Geld abheben.

Ich hatte mir zwar in Deutschland zuvor keine Dollar besorgt, würde aber dennoch dazu raten, vor der Abreise eine kleine Summe Dollar in bar bei einer Bank in Deutschland abzuheben. Es ist immer besser, wenn man zumindest ein wenig Bargeld bei sich trägt.

Reise-Adapter für die USA

Die Netzstecker in den USA haben eine andere Form, so dass man auf jeden Fall einen Reise-Adapter benötigt. Zudem ist die Spannung in den USA geringer als bei uns in Deutschland, so dass es vorkommen kann, dass manche elektronische Geräte in den USA nicht funktionieren bzw. wenn dann nur mit einer geringeren Leistung. Mein MacBook, das iPhone und die Canon konnte ich problemlos aufladen, der Föhn hingegen funktionierte nur sehr schwach.

Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte, die man beachten sollte, wenn man eine Reise in die USA plant und vorbereitet. Des Weiteren ist es sicherlich empfehlenswert, vorab eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen – sicher ist sicher! Zudem kann man sich Gedanken darüber machen, ob man eine SIM-Karte für die USA benötigt bzw. diese bereits in Deutschland kaufen möchte, wie man vom Flughafen zur Unterkunft kommt und welche Sehenswürdigkeiten man sich auf jeden Fall ansehen möchte bzw. ob es Sinn machen würde, einen der Sightseeing-Pässe zu bestellen.

Nachdem dann alles geplant und vorbereitet ist, kann die Reise endlich losgehen – mehr dazu dann in einem der nächsten Posts!

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2 Comments

  • Reply
    Lux und Poppy
    17. Februar 2017 at 12:13

    Toller Beitrag zu deiner Vorbereitung :) Richtig gut, dass du dort 1 Monat verbringen konntest – ich mag das Sightseeing Abhetzen auch überhaupt nicht und grad bei New York gibt es nun wirklich viele Sachen, die man sehen möchte!

  • Reply
    NEW YORK CITY – GOOD TO KNOW (Travel Tipps) –
    28. Februar 2017 at 17:11

    […] meinem ersten Post über New York City berichtete ich über die wichtigsten Vorbereitungen und Planungen, die man treffen sollte, wenn man […]

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